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Hersteller
Luttermann GmbH

Name / Verordnungstext
Unterschenkelorthese (AFO), M-3c, 1 Stück, wadenübergreifend, in Prepreg-Technik (FVW), hoch dynamisch, nach Maß-/Abdruckverfahren

Abbildungen

Hilfsmittelnummer:
23.03.30.0006

Anwendungsbereich
Mittelschwere bis schwere Fußfehlstellungen (Spitzfuß, Knickfuß ,Klumpfuß, Sichelfuß)
Überlastung des Fußes, der Fußgelenke, muskuläres Ungleichgewicht, Muskelschwäche, Band- u. Gelenkinstabilitäten, Fußfehlhaltungen auf Grund folgender Erkrankungen wie z.B.Schlaganfall, Multiple Sklerose, Poliomyelitis, Zerebralparesen (ICP), Peronaeusparesen, muskuläre Dystrophie, Spina Bifida/Meningomyelocele, inkompletter Querschnitt, Entwicklungsstörungen des Skelettsystems, Trauma, degenerative rheumatologische Veränderungen des Fußes.

Hilfsmittelbeschreibung
US-Orthese AFO, Spiralorthese dynamisch in Prepregtechnik (FKW) mit Fußeinfassung nach Maß und Gipsabdruck
Diese Orthese reicht in der Regel ventral bis unter das Tibiaplateau. Die Fußsohle ist anatomisch oder sensomotorisch ausgearbeitet aus thermoplastischem Kunststoff mit dynamischer Rahmenkonstruktion in Prepregtechnik inkl. Verschlüssen, Polsterung und Verstärkungsmaterial

Wirkungsweise
Durch eine zirkuläre Einfassung des Fußes wird eine Supination und Pronation verhindert. Die spiralförmige Carbonorthese die bis zur Wade reicht mit einer frontalen Anlage an der Tibia unterschützt die Dorsalextension des Fußes in der Schwungphase, die Plantarflexion im Terminal Stance sowie die Stabilität im Kniegelenk.
Eine Versorgung ist auch möglich bei leichtem bis mittlerem Muskeltonus, sowie Supinationsstellung des Fußes.
Durch die anatomische Ausarbeitung der Fußsohle können propriozeptive Reize zu einer Tonusregulierung beitragen.
Die Materialwahl sichert eine lange Lebensdauer. Durch die Materialkombination lassen sich diese Orthesen leicht anlegen, bei gleichzeitig hoher Stabilität und Flexibilität.
Sie sind pflegeleicht und nehmen in der Regel keinen Körpergeruch an.
Orthesen in dieser Ausführung können in der Regel in einem normalen Schuh getragen werden. Es sollte jedoch für eine gute Sohlenabrollung gesorgt werden.
Bei einer einseitigen Versorgung sollte in der Regel zur Verhinderung einer Längendifferenz auf der kontralateralen Seite eine Ausgleichseinlage angepasst werden.

Kontraindikation
Diabetes Mellitus (hierzu sind spezielle Versorgungen erforderlich),
ausgeprägte Sensibilitätsstörungen,
schwere Fußdeformitäten mit hohem bis sehr hohem Tonus,
hoher Aktivitätsgrad, hohes Körpergewicht.

Opionale Hilfsmittel

Messpunkte
In Maßanfertigung nach Gipsabdruck